CD transformed 2012

CD transformed 2012

Caspar David Friedrich (1474–1815) sprengte die Grenzen des Darstellbaren. Der Romantiker formulierte Natur als einen Raum von Vorstellungskraft, als eine Spielwiese von Mensch und Kosmos, als eine Romanze von Mysterien und Lebendigkeit.

Nach intensiver Beschäftigung mit Friedrichs Werk und insbesondere mit dessen Fähigkeit, sich in der Reduktion auszudrücken, entstand im Rahmen der Arlberger Kulturtage 2012 unter dem Motto „Transformation“ eine kleinformatige Serie konzentrierter Einzelbilder unterschiedlichster Aussage. Das Hauptbild führt CDF’s Gemälde „Mönch am Meer“ (1810), weiter – als Abschluss der Beschäftigung mit „beseelter Leere“ gerinnt Landschaft zu einer Metapher für die Möglichkeiten des Lebens, Narration wird über Naturdarstellung zur Tragödie.

 

„Der Mahler soll nicht bloß mahlen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu mahlen, was er vor sich sieht.[1]


 

[1] Gerhard Eimer (Hg.), Caspar David Friedrich. Kritische Edition der Schriften des Künstlers und seiner Zeitzeugen I. „Äußerungen bei Betrachtung einer Sammlung von Gemählden von größtentheils noch lebenden und unlängst verstorbenen Künstlern“ (Frankfurter Fundamente der Kunstgeschichte 16), Frankfurt am Main, 1999, 116.