KUNSTSTRASSE IMST 2019

KUNSTSTRASSE IMST 2019, 29.11.–15.12.2019 – Kulturprojekt

| STORY

Die KUNSTSTRASSE IMST, ein sich seit 2001 kontinuierlich entwickelndes KUNST- UND KULTUPROJEKT, ist ein weitreichend wirksames Tiroler Kulturangebot, das einer großen Zahl Kreativer die Möglichkeit bietet, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren – die KUNSTSTRASSE IMST hat sich als nachhaltige Veranstaltung im Tiroler Kulturgeschehen etabliert, als eine vielschichtige Kunst- und Kommunikationsplattform. Die Stadtgemeinde Imst/Kulturreferat fungiert seit 2001 als Trägerinstanz. 2019 wurden Konzeption und Leitung an Lisa Krabichler übertragen, die sich ihrerseits mit Helene Keller und Daniela Senn als Team formierte.

| 2019

DAS THEMA
MATERIAL – STOFF: Geschichte zeigen – Kunst formen – Träume weben
Textiles ist mit Individualität und Abgrenzung, ebenso mit Entfaltung und Neubildung verknüpfbar. Der dem Menschen als „2. Haut“ nahestehende Stoff wird in der Umsetzung als/in Kunst zu einem sinnlichen Wert. Stoff ist ein Medium, dessen Möglichkeiten in grenzenloser, künstlerischer Vielfalt unterschiedlichster Färbung wirksam werden können, die Spannbreite reicht von kulturhistorischer Aussagekraft bis hin zu reiner Materialwirksamkeit. Textilien können als Grundmaterial oder als Motiv die Basis von Kunst bilden. Stoff/Textil ist Material, Inspiration und Idee – die KUNSTSTRASSE bot gerade in IMST, einer traditionell eng mit dem Material Stoff verbundenen Stadt, den Rahmen.

DAS KONZEPT
Entgegen der bisherigen Konzeptionen wurde die KUNSTSTRASSE 2019 auf 3 Zonen konzentriert (Unterstadt, Stadtzentrum, Oberstadt) und vermehrt auch im Außen sichtbar gemacht, was über künstlerisch gestaltete Verbindungen von Innen- und Außenbereichen sowie Bespielung der öffentlichen Räume erreicht wurde (Plätze, Grünzonen, Eingangsbereiche, Fassaden und sakrale Bauten).

RESÜMEE
Die Einladung der Stadtgemeinde Imst, die KUNSTSTRASSE 2019 als künstlerische Leiterin zu übernehmen und dabei den Fokus in Richtung Reduktion, Neustrukturierung und Konzentration auf bildnerische Kunst zu legen, habe ich gerne angenommen. Gerade zum gewählten Thema „Stoff – Material“ konnten im Sinne vom zeitgenössischen Materialdiskurs höchst interessante Fragestellungen aufgeworfen werden, die mit weitreichenden künstlerischen Mitteln gattungsübergreifend dargestellt wurden. Neben hochwertigen Ausstellungen mit internationaler Beteiligung wurde erstmals das Thema reflektierende Kunst auch im kommunalen als auch sakralen Raum dominant dargestellt – über Kunst wurde ‚öffentlich nachgedacht‘. Eine Sonderschau des großen Imster Malers August Stimpfl † sowie skulpturale Arbeiten von Kassian Erhart † rundeten die Ausstellungslandschaft der KUNSTSTRASSE ab.

Großartige Kunst auf vielfältigen Ebenen – junge, experimentelle Kunst in den Galerien, ästhetische als auch provozierende Kunst in den Sakralräumen, monumentale Installationen im öffentlichen Raum, ausgesuchte literarische Beiträge, innovative Konzerte, Lichtshows und Mappings – und hochwertiges Kunsthandwerk, gepaart mit dem Charme und der Exzentrik der in den hervorragenden Ausstellungsräumen anwesenden KünstlerInnen führten zu Besucherrekorden und überschwänglichen Pressereaktionen.

DOKUMENTATION
Ein zur Veranstaltungsreihe erschienenes 3-teiliges Magazin gibt nachhaltige Auskunft zu allen Events, Hintergründen, Tradition der bereits 19 Jahre währenden Veranstaltung sowie den beteiligten (in Summe knapp 100) KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen.

TITELBILD
Oliver Feistmantl, Kunstraum Flürhaus

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